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04.12.2015

HC Fribourg-Gottéron - HC Lugano: Kommentar

Der 4:3-Erfolg nach Penaltyschiessen des HC Lugano beim HC Fribourg-Gottéron gehört in die Kategorie wegweisender Siege.

Wieso wegweisend? Wegen Verletzungen mussten Vauclair, Brunner, Steinmann, Morini und Romanenghi passen. Dazu konnten die gesperrten Hirschi und Hofmann nicht eingesetzt werden. Deswegen konnte der Trainerstab nur gerade sechs Verteidiger und elf Stürmer einsetzen. Darunter Kostner, der zuletzt auf der Bank oder gar überzählig auf der Tribüne Platz nahm und Dal Pian, der vorübergehend aus Olten (NLB) zurückkehrte.

Wegweisend indes vor allem darum, weil jeder Spieler seine aufgetragene Rolle mustergültig erledigte.

Die sechs Abwehrmänner haben eine hervorragend solide Leistung abgeliefert, bei der sie die individuellen Fehler auf eine Minimum reduzierten und mit Kparghai sogar einen Treffer erzielten.

Weiter sah man einen rein schwedischen ersten Angriffsblock mit einem unersättlichen Klasen, intelligenten Martensson sowie nimmermüden Pettersson. Die Arbeiterlinie mit Reuille-Sannitz-Walker gab den Luganesi in der Vor- und Rückwärtsbewegung den gewohnten wichtigen Halt. Hingegen stand das kleine Trio Bertaggia-Stapleton-Fazzini ganz im Zeichen ihres bestechenden und schnellen Laufvermögens auf dem ganzen Eisrink. Auch die Ersatzleute Kostner und Dal Pian erfüllten bei ihren Einsätzen ihre Aufgabe bestens und verschafften so ihren Teamkollegen die nötigen Verschnaufpausen. Und "Last, but not least" sah man einen während 60 Minuten perfekten Goalie Elvis Merzlikins zwischen den Pfosten. Zum Superlativ mutierten seine allesamt parierten Penalties der Fribourger im Schlussakt der Partie und zugunsten des HCL-Erfolgs.

Es hätten auch drei Punkte sein können, denn die gegen Walker ausgesprochene Strafe in der Schlussphase, welche zu Reways Ausgleichstreffer (55:38) führte, war doch sehr perplex.

Schliesslich lassen die Reaktion auf den 3:3-Ausgleich und das anschliessende gewinnbringende Penaltyschiessen auf das vorhandene Selbstvertrauen der Bianconeri-Panther schliessen. Somit kann gegen den SC Bern ein weiteres sogenanntes Sechs-Punktespiel mit der entsprechenden Überzeugungskraft angegangen werden. (rsz)


züruck