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18.11.2015

HC Lugano - SC Bern: Kommentar und Höhepunkte

Nach der Schlusssirene fand Trainer Doug Shedden lobende Worte für seine "Rollenspieler". Darunter verstehen sich besonders die Namen von Sannitz, Walker und Reuille. Ausserdem verdiente sich die vierte - reine - Tessiner Sturmreihe Lorbeeren. So erzielte Giovanni Morini sein erstes Doppelpack in der Nationalleague A. Komplimente gehen weiter an die Adresse der sechs Verteidiger, welche die Absenz des erkrankten Captains Hirschi kompensieren mussten. Somit trug diesmal Raffaele Sannitz das "C" auf der Brust.

Der 6:3-Erfolg, notabene der fünfte Heimsieg in der Resega infolge, stand ganz im Zeichen des ganzen Teams. An diesem Abend waren indes die talentiertesten HCL-Cracks nicht speziell inspiriert. Dies war vor allem während den Überzahl-Situationen ersichtlich. Dafür funktionierte das Kollektiv umso besser, bei dem Mut, Entschlossenheit und taktische Intelligenz besonders zum Tragen kamen. 

Die Berner reisten, aufgrund ihrer schlechten Klassierung, mit dem Messer am Hals ins Tessin und setzten von Beginn weg auf starken Körpereinsatz. Die Bianconeri-Panther haben indes sofort gezeigt, dass sie sich dieser Herausforderung stellen wollten. So kämpften sie voller Energie auf jedem Quadratzentimeter der Resega-Eisfläche. Dabei schonten sie sich nicht mit sauberen Checks in Bandennähe.

Alle vier Sturmblöcke gelangten regelmässig zu ähnlich viel Einsätzen. Somit konnte der Rhythmus und das Tempo hochgehalten werden. Paradox war diesmal, dass die Überzahl-Situationen die Luganesi quasi aus dem Rhythmus warfen.

Die sechs Treffer waren der verdiente Lohn für die hartnäckige Mannschaftsarbeit. Filppula traf nach einem Abpraller von SCB-Goalie Schwendener und Vauclairs Abschlussversuch. Danach zog  Walker nach einem Konter los und traf etwas glückhaft ins Schwarze. Morini seinerseits liess im Eins-gegen-Eins dem Berner Hüter keine Abwehrchance. Der gleiche Italiener mit Schweizer Lizenz traf dann noch einmal mit einem Direktschuss, nach Bertaggias makelloser Vorarbeit. Den fünften Treffer besorgte Ulmer, nach Klasens Zuspiel. Schliesslich sorgte Hofmann für den sechsten und letzten Torerfolg der Bianconeri-Panther. Dabei erkämpfte er sich den Puck im Forechecking und skorte mit einem Rückhandheber in den Netzhimmel. (rsz)


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