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31.10.2015

HC Lugano - SCL Tigers (Langnau): Kommentar

"Wichtig waren die 3 Punkte." So lautete rundum der Resega-Katakomben das Echo, nach dem Sieg über die SCL Tigers aus Langnau. In Sachen Resultat kann man durchaus sagen. "Für's erste Mal gut gemacht - Doug Shedden!" Trotzdem gilt zu erwähnen, dass in punkto Spielgestaltung noch zu wenig gezeigt wurde. Dies vor allem im zweiten Drittel, wo man zweimal fahrlässig mit dem Puckbesitz umging. 

Der Neo-Trainer hat zum Auftakt einige Linienänderungen vorgenommen. Besonders aufgefallen ist dabei, dass er Filppula zwischen die beiden Schweden Pettersson und Klasen aufstellte. Dabei realisierte der wieder aufblühende Klasen zwei Treffer zum 1:1 respektiv 2:2-Ausgleich. Vor allem der erste Treffer könnte man sich wiederholt ansehen. So provozierte diese Linie, den richtigen Ruck durch die Mannschaft, welche schliesslich Raffaele Sannitz den Treffer zum 3:2-Vorsprung eröffnete.   
 
Im ersten Drittel versuchte die Mannschaft Doug Sheddens Richtlinien ins Spiel umzusetzen, doch das gelang nur bedingt, denn man hatte noch mit der Fehlerangst zu kämpfen. Dass man nach dem ersten Abschnitt mit nur einem Treffer in Rückstand lag, war ganz bestimmt ein Verdienst von Goalie Elvis Merzlikins, der immer wieder mit tollkühnen Abwehrparaden glänzte und so die Luganesi im Spiel behielt.   

Wie erwähnt, erlosch das "Licht" im zweiten Drittel. Dafür gelang ein vorzüglicher Start in den Schlussabschnitt, währenddem die Resultatkehrtwende vonstatten ging. So traf Sannitz mit einem sogenannten "schmutzigen" Treffer im Slot zur 3:2-HCL-Führung (Ablenker, der anschliessend von einem Langnauer Schlittschuh definitiv ins Gehäuse rutschte). Mit dem Tor ins verlassene Emmentaler Gehäuse entpuppte sich Sannitz sogar zum Doppeltorschützen und besorgte damit das 4:2-Endergebnis zugunsten des HC Lugano.

Wie zu Beginn erwähnt, sind die drei Punkte in dieser delikaten Phase gegen die Langnauer das Wichtigste. Das Gleiche gilt nun für den Samstagabend in der Les Vernets-Halle gegen die Servettiens aus Genf. Danach kann der neue Trainer Shedden die Trainingseinheiten, während der Nationalmannschafts-Pause, ganz nach seinen Vorstellungen leiten. (rsz)


züruck