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21.10.2015

Davos vs. Lugano: Kommentar und Höhepunkte

Der HC Lugano hat im Bündnerland seine Auswärtsschwäche bestätigt.

Noch in der ersten Spielhälfte agierten die Bianconeri-Panther quasi auf Augenhöhe mit dem HC Davos. So erspielten sie sich in dieser Phase einige vielversprechende Torchancen. Schliesslich entschieden die Davoser die Partie für sich, indem sich kurz vor Ende und ebenso kurz nach Beginn des zweiten Drittels ihren Vorsprung von zwei auf drei Treffer erhöhten. Am Schluss gewannen sie mit 5:0-Toren.

Die vierte Auswärtsniederlage hintereinander binnen 60 Minuten diagnostiziert ein Persönlichkeitsproblem beim HCL. Es ist indes wahr, dass diese Pleiten gegen den SC Bern, ZSC Lions (Zürich), EV Zug und HC Davos zustande kamen. In Tat und Wahrheit genügen aber einige Episoden, um eine angeschlagene Mannschaft K. o. zu setzen.

In der Resega laufen die Partien entschieden besser. Die Stadtzürcher (ZSC Lions) setzten sich zwar in Lugano nach Verlängerung durch, doch Genf-Servette, Fribourg-Gottéron und Lausanne wurden vor eigenem Anhang besiegt. Daheim wird mit der wettkampfmässigen "Bosheit" und der nötigen Entschlossenheit gespielt, während diese beiden Hauptfaktoren auf der Gotthard-Nordseite im Moment vergessen gehen.

Das grösser werdende Lazarett hilft dem HC Lugano ebenso wenig weiter. So fehlte in der Vaillant Arena zu Davos Brunners Klasse, Walkers Körperkraft und Steinmanns Defensivarbeit. Zudem musste Bertaggia im Verlauf des Abends das Handtuch werfen. Trotzdem dürfen die Verletzungen kein Alibi dafür sein, was die Luganesi in Davos gezeigt haben.

Am kommenden Wochenende stehen das Auswärtsspiel beim EHC Biel und das Tessiner Derby gegen den HC Ambrì-Piotta, in der Resega, auf dem Programm. Dabei handelt es sich um zwei Spiele der unteren Tabellenschicht. Somit gilt es den Fokus und das Kämpferherz ganz auf diese beiden Partien auszulegen und sich - wenn nötig - von anderen Sachen komplett abzuschotten. (rsz)


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