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14.10.2015

ZSC Lions - HC Lugano: Kommentar und Höhepunkte

Der HC Lugano kehrte mit leeren Händen aus dem Hallenstadion zurück, weil es für die Truppe von HCL-Trainer Patrick Fischer eine 5:3-Niederlage gegen zynische Stadtzürcher absetzte. Diese nutzten die Fehler der Bianconeri-Panther schonungslos aus.

In der Tat durchqueren die Luganesi eine derartige Phase. Die Mannschaft kämpft mit grossem Herzen, läuft viel und setzt den Widersacher auch oft unter Druck. Allerdings hapert es im Abschluss und so erzielen die Fischer-Schützlinge zu wenig Tore. Dafür nutzen die Widersacher die "normal" auftauchenden Fehler im Spiel des HCL unbarmherzig aus. So holen sich in dieser Phase die Luganeser Widersacher jeweils die zwei oder drei Punkte ab.

In der Limmatstadt trafen drei der vier Legionäre (Klasen, Martensson und Filppula) ins Schwarze. Trotzdem blieben Hirschi & Co. nach der Schlusssirene zählermässig auf dem Trockenen liegen. So war auch Pech dabei, als Reuille nach der Luganeser 1:0-Führung nur den Pfosten traf. Ansonsten hätte das Spiel durchaus einen positiven Ausgang für seine Farben nehmen können. Etwas später war es aber der Züricher Jungstar Matthews, der das 2:0 für die Limmatstädter unterbrachte.

Danach war es Neuenschwander, der die Zürcher mit seinem Unterzahl-Tor auf die Siegesstrasse führte. In der Folge verloren die Mannen von Cheftrainer Fischer den taktischen Faden und wurden vom Konterhockey der Limmatstädter überrascht.

Im dritten Drittel zeigten die Bianconeri-Panther ihren Stolz. So entwickelten sie entsprechend mehr Druck aufs Gehäuse des jungen ZSC-Goalie Schlegel. Allerdings gelang den Luganesi nicht mehr, als der 4:3-Anschlusstreffer Filppulas. Fürs Endresultat sorgte letztlich Shannon, der in den leeren HCL-Kasten zum 5:3 einschoss.

Wie man im Jargon 2015 sagt: "Das Klassement sieht für den HC Lugano schlecht aus." Es wäre aber vermessen zu sagen, dass diese Klassierung nur illusorisch sei. Nun bieten sich aber vor der Nationalmannschafts-Pause Anfang November 2015 noch sieben Spiele, um im Klassement einen wichtigen Sprung nach vorne zu vollziehen. Mit Geduld, Übersicht und ohne Panik kann dies erreicht werden. (rsz)


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