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10.04.2016

Spiel 4: Matchbericht und Höhepunkte

Der Seelenzustand ist gleich, wie nach Spiel 3 in der Resega.

Oder besser - noch etwas schwärzer. So setzte sich der SC Bern seit drei Spielen immer nur mit einem Ein-Tore-Vorsprung durch, notabene zweimal nach Verlängerung. Dabei zeigten sie indes stets Qualitäts-Eishockey. Allerdings ebnen die Schiedsrichter den Bernern den Weg zum Sieg mit Entscheidungen oder eben keinem Pfiff.

Beginnen wir bei Spiel 2. Der Check von Beat Gerber an Grégory Hofmann wird nach 53.11 mit einer 2-Minutenstrafe sanktioniert. Nur einige Sekunden nach Ablauf der Strafe findet Rüfenacht den Weg zum siegbringenden Treffer der Hauptstädter.

Spiel 3. Kurz vor der dritten Sirene wird Brunner von einem Stockschlag an der Hand getroffen, als er auf dem Weg zu einem Eins-gegen-Eins gegen SCB-Goalie Stepanek ist. Klarer Penalty. Der nötige Pfiff der Refs bleibt aber aus. Das Spiel läuft weiter und die Berner erzielen in der Resega das Siegestor in der Verlängerung, durch Scherwey.

Am Samstagabend in der PostFinance Arena. In der 63. Minute trifft Bodenmann, unter den Augen des Schiedsrichters, Brunner. Luganos Nummer 98 fällt und schlägt den Kopf hart gegen die Bande an und bleibt dort einen kurzen Moment ohnmächtig liegen. Auch in diesem Fall kein Strafenentscheid des Schiedsrichters. Hingegen wird nach 75.10 eine Strafe gegen Hofmann, wegen hohen Stocks ausgesprochen. Der Berner Crack blutet und so kassiert der Luganeser Stürmer eine 2- plus-2- Strafminutenstrafe. Sofort werden Erinnerungen an Spiel 2 wach. Wo bleibt die Gleichbehandlung? Genau in dieser Phase erzielt der SC Bern in Überzahl das Siegestor, durch Conacher.

Kurzum sind es entscheidene Episonden. Oder nennen wir sie unglückhafte Episoden.

Hirschi & Co. bleiben nur eine Sache übrig. Bis zum Schluss an sich zu glauben. Genau wie damals im Oktober 2015, als die Bianconeri auf dem letzten Tabellenplatz lagen und es danach bis im April 2016 bis in den Playoff-Final geschafft haben. Dabei hat die Mannschaft und Trainerstab viel Herzblut, Siegeshunger, Stolz und weitere Attribute unter Beweis gestellt. Nun ist der Moment gekommen, um genau dort anzuknüpfen. Damit ist man stärker, als die Vergehen der Schiedsrichter.

(rsz)


züruck