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23.03.2016

Genf Servette HC - HC Lugano: Matchbericht und Höhepunkte

Ein bekannter Tessiner TV-Sportjournalist unterstreicht immer wieder, dass die Sportarena ein magischer Ort ist, an dem alles passieren kann, auch das absolute Gegenteil, was allgemein erwartet wird! Die Playoff-Serien des HC Lugano, Ausgabe 2015/2016, unterstreichen diese Aussage wortwörtlich. 

So bekundeten die Luganesi, während der Regular Season, auf fremdem Eis fast immer Schwierigkeiten, während Hirschi & Co. in der Playoff-Halbfinalserie - nach Spiel 1 - nun auch Spiel 3 mit 4:3-Toren nach Verlängerung für sich entschieden. Dabei sorgte Damien Brunner, nach 61:12, für den Siegestreffer. Somit haben die Bianconeri sämtliche vier Playoff-Auswärtspartien hintereinander (je 2 beim EV Zug und Genf Servette HC) gewonnen! 

Ebenso die Dynamik der Partie war verrückt. Die Mannen von Trainer Doug Shedden haben einen grossen Verdienst, dass sie im zweiten Drittel schadlos davon kamen. In dieser Phase haben die Grenats nämlich viel Druck aufs Luganeser Gehäuse ausgeübt. Dies auch, weil die Bianconeri teilweise unnötige Strafen kassierten. 

Einige herausragende Abwehrparaden von HCL-Goalie Merzlikins - bei 3-gegen-5 - und die bestens gelaunte Sturmformation Klasen-Martensson-Brunner (vier Tore) bildeten den Grundstein, dass die Aufholjagd nach dem 0:2-Rückstand eine erfolgreiche und ebenso resultatmässige Kehrtwende zugunsten der Luganesi herbeiführte. So glich die Resega-Truppe das Resultat noch vor Ende des zweiten Drittels auf 2:2 aus. Dabei traf zunächst der schwedische Center in Überzahl zum Anschlusstreffer und danach der Schweizer Ex-NHL-Crack, nach 38:56, zum Ausgleich. 

Im dritten Abschnitt sah man den besten HC Lugano am Werk. Vor allem dank einem mit mehr Überzeugung ausgeübten Forechecking setzten sie die Defensive der Mannschaft von Trainer McSorley unter Druck. Dadurch erhöhten sich die individuellen Fehler der Calvinstädter. Dafür in taktischer Hinsicht sinnbildlich der 3:2-Treffer zugunsten der Luganesi von Klasen. Ab diesem Moment fehlte nur noch der K.o.-Schlag, der allerdings in diesem Moment nicht fiel. Schliesslich erzielte Pedretti aus dem Nichts und noch vor der Schlusssirene der regulären Spielzeit das 3:3, der Genfer.

Die zweite Verlängerung der laufenden Serie schenkte diesmal dem HC Lugano das Siegeslächeln. Noch einmal war es Damien Brunner, der für ein gewichtiges Playoff-Tor verantwortlich war. Dabei profitierte er erneut von einem kapitalen Genfer Abwehrfehler beim Spielaufbau aus der eigenen Zone.

Es gibt viele gute Notizen aus Spiel 3 in der Les Vernets-Halle zu erwähnen. Mit Sicherheit der starke Charakter der HCL-Truppe. So stand die Partie nach dem 0:2-Rückstand durch Loeffels Doppelpack auf der Kippe. In dieser Phase schien es, als hätten die Luganesi den Kopf verloren. Danach haben sie aber zu ihrem Repertoir in Sachen positive Energie, taktisches Verhalten und technisches Können zurückgefunden und so die Wende eingeleitet. Sicher gehört auch Torhüter Elvis Merzlikins erwähnt, der wiederum ein sicherer Rückhalt war. Weiter war das erste Sturmtrio extra Klasse. Aber auch die vierte Linie, welche am Vortag von Trainer Shedden stark kritisiert wurde, zeigte unter Center Giacomo Dal Pian eine mutige und energische Vorstellung.

Damit haben die Luganesi ein positives Signal, im Hinblick auf Spiel 4, von Donnerstag, 24. März 2016, in der Resega (20.15 Uhr) gesandt. (rsz)


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